06 Mai, 2018

#RoadToTheFinal beginnt rekordverdächtig

Beim Saisonauftakt der IAAF Diamond League bewies die versammelte Leichtathletik-Elite starke Frühform. Zwei Diamond-League-Rekorde und gleich fünf Meetingrekorde zeugen von wahrer Leistungsstärke. In unserem Rückblick nehmen wir die Final-Disziplinen von Weltklasse Zürich unter die Lupe und begleiten die Top-Stars der Leichtathletik auf ihrer #RoadToTheFinal.

Im Speerwurf der Männer setzten die Top-Akteure ihre historische Weitenjagd aus dem letzten Jahr nahtlos fort. Olympiasieger Thomas Röhler wiederholte seinen Vorjahressieg und führte mit einem Wurf auf 91.78 Meter ein deutsches Erfolgstrio an. Weltmeister Johannes Vetter kam seinem Teamkollegen mit 91.56 Metern gefährlich nahe. Mit Andreas Hofmann (90.08m) knackte sogar noch ein dritter Athlet aus Deutschland die magische 90-Meter-Marke. Das Diamond-League-Final im Speerwurf findet am 30. August in Zürich grenznah zu Deutschland statt und lässt sowohl bei den Athleten als auch auf den Tribünen auf starke deutsche Beteiligung hoffen.

Über 400 Meter Hürden legte der 22-jährige Abderrahman Samba (Foto) vor heimischer Kulisse ein regelrechtes Rekordrennen hin. Mit auffallend leichtem Laufstil und souveräner Schrittfrequenz lief der Katari zu 47.57 Sekunden. Diamond-League-Rekord, Meetingrekord, Weltjahresbestzeit, Landesrekord und volle Punktzahl im Rennen um einen Final-Startplatz bei Weltkasse Zürich. Mit einem weiteren Meetingrekord beeindruckte Stabhochspringerin Sandi Morris. Die Amerikanerin landete mit ihrem Sprung über 4.84 Meter satte 20 Zentimeter vor der Zweitplatzierten.

"Pechvogel" Gardiner siegt eindrücklich

Ebenfalls deutlich fiel der Sieg von Steven Gardiner aus. Der Vize-Weltmeister steigerte seine Bestzeit auf starke 43.87 Sekunden. Der Mann von den Bahamas galt bereits 2017 als Mitfavorit auf die Diamond Trophy, stürzte jedoch bei Weltklasse Zürich unglücklich aus dem Startblock und musste die Konkurrenz ziehen lassen. So schnell wie nie zuvor war auch die Siegerin über 100 Meter. Marie-Josée Ta Lou von der Elfenbeinküste setzte sich unter anderem gegen Olympiasiegerin Elaine Thompson durch und sich selbst mit 10.85 Sekunden an die Spitze der Weltjahresbestenliste. Noah Lyles, 2017 Sieger in Brüssel und somit amtierender Diamond League Champion, glänzte als männlicher Sprint-Sieger. Der Amerikaner kam über 200 Meter auf einen neuen Bestwert von 19.82 Sekunden.

Einen Überraschungssieg gab es im 3000-Meter-Rennen der Frauen. In diesem Langstreckenlauf ging es für die Athletinnen um Qualifikations-Punkte für den 5000-Meter-Final bei Weltklasse Zürich. Beim kenianischen Dreifach-Erfolg setzte sich Caroline Chepkoech Kipkirui nach 8:29.05 Minuten im Fotofinish gegen Agnes Jebet Tirop durch. 5000-Meter-Weltmeisterin Hellen Obiri hatte als 14. sichtlich Probleme und wird sich bei den kommenden Rennen revanchieren müssen, um ihren Titel als Diamond League Champion am 30. August im Stadion Letzigrund verteidigen zu können.

Kambundji startet schnell wie nie

Die Schweizer Top-Sprinterin Mujinga Kambundji stieg als Siebte über 100 Meter so schnell wie nie zuvor in die Saison ein. Beim ersten Rennen nach ihrem Bronze-Triumph an der Hallen-WM sprintete sie 11.17 Sekunden. Weniger Glück hatte dagegen Kariem Hussein, bei dem sich eine bereits verheilte Muskelverletzung bemerkbar machte. Im Ziel gab der Hürdenläufer jedoch Entwarnung und blickt den kommenden Aufgaben zuversichtlich entgegen.

Die nächsten Punkte im Qualifikationsrennen der IAAF Diamond League werden am Samstag, 12. Mai in Shanghai vergeben. Auch dort freuen wir uns auf sechs Disziplinen, deren Final an Weltklasse Zürich stattfindet. Mit Mujinga Kambundji ist in China erneut eine Schweizerin vertreten. Diesmal tritt die Sprinterin über 200 Meter an.