12 Mai, 2018

Punktejagd in Shanghai

Auf der #RoadToTheFinal machte die IAAF Diamond League Halt in Shanghai. In sieben Disziplinen sammelten die Stars Punkte für den Final in Zürich. Mit Mujinga Kambundji mischte auch ein Aushängeschild der Schweizer Leichtathletik in der Weltklasse mit. Die Wettbewerbe wurden phasenweise von teils starkem Regen beeinträchtigt.

Nach seinem eindrücklichen Sieg in Doha setzte Steven Gardiner seine Serie in Shanghai fort. Erneut blieb der grossgewachsene Sprinter von den Bahamas unter der 44-Sekunden-Marke (43.99sek) und distanzierte den amtierenden Diamond League Champion Isaac Makwala (44.23sek) erneut scheinbar leichtfüssig. Bemerkenswert: Dreisprung-Doppel-Olympiasieger Christian Taylor mischt in dieser Saison auch auf der Stadionrunde mit und kam als Fünfter auf 45.24 Sekunden.

Hochsprung-Weltmeisterin Mariya Lasitskene machte bei ihrem Saisoneinstieg dort weiter, wo sie im letzten Jahr aufgehört hat: Mit einem Sieg in der IAAF Diamond League. 2017 blieb sie dort komplett ungeschlagen und hielt sich mit einer für sie ausbaufähigen Höhe von 1.97 Meter unbeschadet. Beim Dreisprung der Frauen fuhr Olympiasiegerin Caterine Ibargüen einen ungefährdeten Favoritensieg ein. Mit 14.80 Meter erzielte die zweifache Weltmeisterin aus Kolumbien eine neue Weltjahresbestleistung und volle Punktzahl auf dem Weg nach Zürich. Für viel Jubel sorgte Speerwerferin Huihui Lyu, die mit 66.85 Metern für einen chinesischen Heimsieg sorgte.

Dramatisches Weitsprung-Final

Dramatisch wurde es im letzten Durchgang beim Weitsprung der Männer. Erst mit seinem letzten Versuch setzte sich Weltmeister und Diamond League Champion Luvo Manyonga mit 8.56 Meter an die Spitze. Bis dahin sah es noch für Yuhao Shi nach dem Abend seines Lebens aus. Der Chinese wertete seine Bestweite vor heimischem Publikum um zwölf Zentimeter auf und lag an der Spitze des Feldes. Nach der Tagesbestweite von Manyonga versuchte Shi nochmals zu kontern, ging mit vollem Risiko in seinen letzten Sprung und verletzte sich dabei augenscheinlich schmerzhaft am Fuss.

Einen hartumkämpften Sieg erreichte die Amerikanerin Dalilah Muhammad über 400 Meter Hürden. Auf den letzten hundert Metern musste sich die Titelverteidigerin in der IAAF Diamond League mehreren Angriffen der stark aufkommenden Janieve Russell erwehren und setzte sich schlussendlich in 53.77 Sekunden mit nur einer Hundertstel Vorsprung durch. 1500-Meter-Läufer Timothy Cheruiyot möchte am 30. August im Stadion Letzigrund seinen Vorjahressieg wiederholen und die Diamond Trophy somit erneut mit nach Hause nehmen. In Shanghai machte der Kenianer mit seinem Sieg in 3:31.48 Minuten einen ersten Schritt dorthin.

Mujinga Kambundji starke Fünfte

Mit Mujinga Kambundji hielt eine Athletin die Schweizer Fahne in Shanghai hoch. Die Sprinterin kam nach dem schnellsten Saisoneinstieg ihrer Karriere aus der Vorwoche beim ersten Auftritt über 200 Meter auf 22.72 Sekunden und belegte damit Platz fünf gegen hochkarätige Konkurrenz wie Doppel-Weltmeisterin Dafne Schippers, die sich erneut gegen Diamond League Champion Shaunae Miller-Uibo geschlagen geben musste. Die Siegerin von Weltklasse Zürich 2017 stellte mit 22.06 Sekunden einen neuen Meetingrekord auf.

Nach einer zweiwöchigen Pause nimmt die IAAF Diamond League-Saison weiter Fahrt auf. Die nächsten Punkte auf der #RoadToTheFinal werden am 26. Mai in Eugene vergeben.