21 August, 2017

Acht Mal Weltmeister gegen Olympiasieger beim Diamond-League-Final in Zürich

Bei „Weltklasse Zürich“ kommt es am Donnerstag (24. August) gleich acht Mal zum Duell zwischen den jeweiligen Weltmeistern von London und den Olympiasiegern aus 2016. In 16 Disziplinen erhält der Sieger die begehrte Diamond Trophy, die mit 50.000 US-Dollar dotiert ist.

Insgesamt 17 Weltmeister greifen in Zürich nach dem nächsten Triumph. Daneben sind im Stadion Letzigrund weitere 29 WM-Medaillengewinner mit dabei. In den erlesenen Teilnehmerfeldern finden sich insgesamt 14 Olympiasieger aus dem letzten Jahr. Dies garantiert den 25.000 Zuschauern einen Leichtathletik-Abend auf weltmeisterlichem Niveau. Ein Qualitätsmerkmal, welches für den neuen Modus der IAAF Diamond League spricht. 

Die Teilnehmer haben sich in den vorherigen zwölf Meetings der Diamond League qualifiziert. Nun entscheidet der abschliessende Wettkampf über den Sieger der weltweiten Serie. Ein Final folgt dem nächsten. Die Zuschauer erwartet ein kompaktes Programm, das sich wie eine „Weltmeisterschaft an einem Abend“ anfühlt. Dabei sind herausragende Leistungen, packende Duelle und Hühnerhaut-Momente garantiert. 

Mo Farah will WM-Revanche

Besonders hochkarätig besetzt ist der 5000-Meter-Lauf der Männer. In seinem letzten Rennen auf der Stadionrundbahn will sich der sechsfache Olympiasieger Mo Farah (Grossbritannien) für seine WM-Niederlage an Weltmeister Muktar Edris (Äthiopien) revanchieren. In sieben weiteren Disziplinen wird der frischgebackene Weltmeister auf den Sieger der Olympischen Spiele von Rio treffen.

2016 erlebten die Zuschauer bei Weltklasse Zürich ein wahres Fotofinish über 200 Meter der Frauen. Erst in letzter Sekunde zog Olympiasiegerin Elaine Thompson (Jamaika) an der niederländischen Weltmeisterin Dafne Schippers vorbei. Auch jetzt treffen die Sprint-Stars erneut aufeinander. Mit im Feld ist auch Shaunae Miller-Uibo (Bahamas), die in Rio Gold über 400 Meter gewann.

Deutsche Giganten im Männer-Speerwurf

Im Speerwurf der Männer kommt es zum deutschen Duell zwischen Weltmeister Johannes Vetter und Olympiasieger Thomas Röhler, die sich in diesem Jahr auf die Plätze zwei und drei der ewigen Welt-Bestenliste vorgeworfen haben. Auch bei den Frauen steht dieselbe Affiche bevor: Weltmeisterin Barbora Špotáková (Tschechische Republik) bekommt es mit der Kroatin Sara Kolak zu tun, die bei den Olympischen Spielen im Vorjahr überraschend Gold gewann. 

Ähnlich überraschend kam der WM-Titel vor knapp zwei Wochen für 400-Meter-Hürdenläufer Karsten Warholm. Der Norweger wird nun unter anderem vom Rio-Sieger Kerron Clement (USA) gejagt. Einen weiteren Überraschungscoup landete Emma Coburn (USA) über 3000 Meter Steeple. Als Weltmeisterin greift sie nun auch nach der begehrten Diamond Trophy und muss sich unter anderem gegen die erst 20-jährige Olympiasiegerin und Weltrekordhalterin Ruth Jebet (Bahrain) behaupten. 

Isaac Makwala will es der Welt zeigen

Weitere Duelle zwischen der Weltmeisterin und der Olympiasiegerin finden im Dreisprung zwischen Yulimar Rojas (Venezuela) und Caterine Ibargüen (Kolumbien) sowie im Kugelstossen der Frauen zwischen Lijiao Gong (China) und Michelle Carter (USA) statt. Die südafrikanische 800-Meter-Läuferin Caster Semenya gewann ebenso beide Titel wie Stabhochspringerin Ekaterini Stefanidi (Griechenland), die bereits am Mittwochabend im Zürcher Hauptbahnhof in Aktion tritt.

Eine tragische Figur der WM war Isaac Makwala (Botswana). Als einer der aussichtsreichten Medaillen-Aspiranten wurde der Sprinter in Folge des grassierenden Norovirus unter Quarantäne gestellt und war beim 400-Meter-Final zum Zuschauen verdammt. Geschwächt verpasste er über 200 Meter eine Medaille. In Zürich will er nun nach dem Sieg auf der Stadionrunde greifen.

Schweizer Stars bringen Letzigrund zum Kochen

Zwar gehört das Frauen-Rennen über 400 Meter Hürden nicht zur Diamond-League-Wertung, dennoch ist hier mit besonderer Stimmung zu rechnen. Schliesslich steht mit der WM-Fünften Lea Sprunger eine von zahlreichen Schweizer Topathleten am Start. Mit ihr geht WM-Halbfinalistin Petra Fontanive, die sich vor heimischem Publikum von der Laufbahn verabschiedet. 

WM-Finalist Kariem Hussein greift in „seinem Wohnzimmer“ erneut nach dem Sieg über 400 Meter Hürden. Mit Mujinga Kambundji (200 m), Selina Büchel (800 m), Fabienne Schlumpf (3000 m Steeple), Géraldine Ruckstuhl (Speer), Alex Wilson (100 m), Dominik Alberto (Stab) und Benjamin Gföhler (Weit) sind insgesamt neun Schweizer Einzelstarter im Hauptprogramm vertreten. Zudem sprintet die 4x100 Meter-Nationalstaffel zum Abschluss gegen die schnellsten Nationen.

Zeitplan und Startlisten von Weltklasse Zürich 2017

Die 17 Weltmeister von London (Stand 20. August)

  • Dafne Schippers (NED/200 m)
  • Caster Semenya (RSA/800 m)
  • Sally Pearson (AUS/100 m Hürden)
  • Emma Coburn (USA/3000 m Steeple)
  • Yulimar Rojas (VEN/Dreisprung)
  • Katerina Stefanidi (GRE/Stab; am Mittwoch im Hauptbahnhof)
  • Lijiao Gong (CHN/Kugel)
  • Barbora Spotakova (CZE/Speer)
  • Justin Gatlin (USA/100 m)
  • Elijah Motonei Manangoi (KEN/1500 m)
  • Muktar Edris (ETH/5000 m)
  • Mo Farah (GBR/10‘000 m, startet über 5000 m)
  • Karsten Warholm (NOR/400 m Hürden)
  • Mutaz Essa Barshim (QAT/Hochsprung)
  • Sam Kendricks (USA/Stabhochsprung)
  • Luvo Manyonga (RSA/Weitsprung)
  • Johannes Vetter (GER/Speer)