{"id":538,"date":"2011-09-08T21:28:00","date_gmt":"2011-09-08T21:28:00","guid":{"rendered":"https:\/\/zurich.diamondleague.com\/2011\/09\/08\/blakes-bestatigung-urechs-blackout-und-die-schweizer-mannerstaffel-mit-landesrekord\/"},"modified":"2011-09-08T21:28:00","modified_gmt":"2011-09-08T21:28:00","slug":"blakes-bestatigung-urechs-blackout-und-die-schweizer-mannerstaffel-mit-landesrekord","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zurich.diamondleague.com\/en\/blakes-bestatigung-urechs-blackout-und-die-schweizer-mannerstaffel-mit-landesrekord\/","title":{"rendered":"Blakes Best\u00e4tigung &#8211; Urechs Blackout und die Schweizer M\u00e4nnerstaffel mit Landesrekord"},"content":{"rendered":"<p>Der Jamaikaner Yohan Blake best\u00e4tigte bei Weltklasse Z\u00fcrich seinen WM-Titel von Daegu \u00fcber 100 m in 9,82 Sekunden und in eindr\u00fccklicher Manier. Mit dem Schweizer Rekord von 38,62 Sekunden gl\u00e4nzte die Schweizer M\u00e4nnerstaffel.<\/p>\n<p>Neben Blake setzte auch der H\u00fcrdensprinter Dayron Robles (Kuba) in 13,01 vor 26&#8217;000 Zuschauern im Letzigrund ein Glanzlicht. Eine Jahresweltbestleistung hingegen blieb vier Tage nach Abschluss der Titelk\u00e4mpfe in S\u00fcdkorea aus.<\/p>\n<p>F\u00fcr Lisa Urech endete der Schweizer Heimauftritt in einer herben Entt\u00e4uschung. F\u00fcr die Emmentalerin war das Rennen \u00fcber 100 m H\u00fcrden schon nach dem ersten Hindernis vorbei. Daf\u00fcr sorgte die Schweizer 4&#215;100-m-Staffel f\u00fcr das Highlight aus Schweizer Sicht. Pascal Mancini, Reto Amaru Schenkel, Alex Wilson und Schlussl\u00e4ufer Marc Schneeberger liefen wenige Tage nach der Entt\u00e4uschung in Daegu 38,62 Sekunden und damit auf Rang 3. Das Quartett verbesserte die bisherige Bestmarke um 7 Hundertstel. Die Weitspringerin Irene Pusterla rehabilitierte sich f\u00fcr ihren WM-Flop und flog mit guten 6,60 m knapp am Podest vorbei auf den 4. Platz.<\/p>\n<p>Urechs tragische Geschichte <br \/>F\u00fcr die tragische Geschichte des Rennens in Z\u00fcrich war Lisa Urech besorgt. Wie bereits vor einer Woche, als sie in Daegu nur um 0,02 Sekunden den WM-Final der Top 8 verpasst hatte, war der 22-j\u00e4hrigen Emmentalerin auch im Letzigrund kein Gl\u00fcck beschieden. Die Schweizer Aufsteigerin des Jahres, die Anfang Juli in La Chaux-de-Fonds mit 12,62 Sekunden den 20 Jahre alten Schweizer Rekord von Julie Baumann gebrochen hatte, fiel vor der ersten H\u00fcrde aus dem Rhythmus, strauchelte und musste das Rennen bereits aufgeben, noch ehe dieses f\u00fcr sie richtig begonnen hatte.<\/p>\n<p>Urech sprach nach dem Rennen von einem &quot;Blackout&quot; und konnte sich den Fehler nicht erkl\u00e4ren. &quot;Ich habe keine Ahnung, was passiert ist. Es tut mir leid f\u00fcr alle, die mehr von mir erwartet hatten&quot;, so die L\u00e4uferin des SK Langnau. Der Schock war Urech anzusehen. Gleich nach dem Rennen war sie in die Katakomben gefl\u00fcchtet, und auch als sie kurze Zeit sp\u00e4ter zur\u00fcckkehrte, um den TV- und Radiostationen Rede und Antwort zu stehen, rang sie nach Erkl\u00e4rungen. Vor einem Jahr hatte Urech in Z\u00fcrich ein brillantes Deb\u00fct in der Diamond League gefeiert und als Vierte eine pers\u00f6nliche Bestzeit aufgestellt. Gestern lernte sie die Schattenseite des Gesch\u00e4fts kennen.<\/p>\n<p>Blake: Kein Zufall <br \/>Der 21-j\u00e4hrige Jamaikaner Yohan Blake siegte bei Windstille in 9,82 Sekunden \u00fcberlegen vor seinem Landsmann Asafa Powell. Blake best\u00e4tigte damit im Letzigrund, dass er vor zehn Tagen nicht zuf\u00e4llig Weltmeister geworden ist. Nach einem m\u00e4ssigen Start \u00fcberspurtete er auf der zweiten Streckenh\u00e4lfte Powell und siegte deutlich vor dem Jahresbesten, der in 9,95 gestoppt wurde. Den totalen jamaikanischen Triumph verhinderte Walter Dix. Der WM-Zweite \u00fcber 100 m und 200 m aus den USA wurde in 10,04 Sekunden Dritter. Auf Platz 4 landete Michael Frater (10,06), auch er wie Blake ein Mitglied der jamaikanischen Sprint-Staffel, die noch vor vier Tagen in Daegu \u00fcber 4&#215;100 m einen Weltrekord aufgestellt hatte.<\/p>\n<p>Rekord als H\u00f6hepunkt <br \/>Die 4&#215;100-m-Staffel der M\u00e4nner sorgte mit einem nationalen Rekord f\u00fcr den Schweizer H\u00f6hepunkt. Pascal Mancini, Reto Amaru Schenkel, Alex Wilson und Marc Schneeberger verbesserten mit 38,62 Sekunden den bisherigen, 2010 an den Europameisterschaften in Barcelona erzielten Schweizer Rekord um sieben Hundertstel.<\/p>\n<p>&quot;Ich war so nerv\u00f6s wie noch nie&quot;, sagte Wilson, der an den WM massgeblich am Missgeschick beteiligt gewesen war. &quot;Es musste einfach klappen, nach allem was in Daegu passiert ist. Es ist ein geiles Gef\u00fchl.&quot; Teamcaptain Marc Schneeberger erg\u00e4nzte: &quot;Es ist eine sehr grosse Antwort, die wir hier geliefert haben&quot;. Dies umso mehr, als die Schweizer erst seit Montag wieder zu Hause sind und eine 25-st\u00fcndige Reise hinter sich haben. &quot;Eine solche Reise wegzustecken und drei Tage sp\u00e4ter die beste Leistung, die man in der Schweiz je gelaufen ist, auf die Bahn hinzulegen, das sagt alles&quot;, so Schneeberger. Sie h\u00e4tten die leichte Wut ins Positive umwandeln k\u00f6nnen. &quot;Wir haben davon getr\u00e4umt, dass wir Schweizer Rekord laufen.&quot;<\/p>\n<p>Dieser ist auch im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2012 wichtig. In London werden die besten 16 Staffeln am Start sein, wobei man erwartet, dass der Cut im Bereich von 38,80 Sekunden liegen wird. Die Schweizer haben sich also eine gute Ausgangslage geschaffen &#8211; als Massstab gilt der Durchschnitt der besten zwei Zeiten 2011 und 2012.<\/p>\n<p>Pusterlas Rehabilitation <br \/>Weitspringerin Irene Pusterla vermochte sich ebenfalls f\u00fcr die Weltmeisterschaften zu rehabilitieren. Die 23-j\u00e4hrige Tessinerin, in Daegu mit 6,34 m in der Qualifikation sang- und klanglos ausgeschieden, brachte es im dritten Versuch auf 6,60. Beinahe h\u00e4tte sie damit das Podest erreicht, doch die Lettin Ineta Radevica, die WM-Dritte und Europameisterin von 2010, sprang im letzten Versuch einen Zentimeter weiter. &quot;Das war die richtige Antwort auf Daegu&quot;, sagte Pusterla. Das Meeting in Z\u00fcrich liege ihr. Mit den Weiten, die sie momentan springe, sei sie sehr zufrieden. &quot;So kann es weitergehen.&quot;<\/p>\n<p>Nicole B\u00fcchler verpasst Schweizer Rekord knapp <br \/>Die Stabspringerin Nicole B\u00fcchler verpasste nur knapp einen Schweizer Rekord. B\u00fcchler fehlte bei ihrem dritten Versuch \u00fcber 4,52 m &#8211; ihre nationale Bestleistung steht bei 4,50 &#8211; nur wenig. &quot;Ich h\u00e4tte noch einen vierten Versuch gebraucht, dann w\u00e4re ich vielleicht hin\u00fcbergekommen&quot;, sagte die 27-j\u00e4hrige Bernerin, die an den Weltmeisterschaften in Daegu als 16. den Final knapp verpasst hatte. So musste sich B\u00fcchler mit 4,42 begn\u00fcgen; diese H\u00f6he hatte sie im zweiten Anlauf \u00fcberquert.<\/p>\n<p>Robles mit Weltklassezeit <br \/>Der Kubaner Dayron Robles gewann in der Weltklasse-Zeit von 13,01 Sekunden den H\u00fcrdensprint der M\u00e4nner. Es war nach dem 100-m-Sieg von Yohan Blake die wertvollste Leistung des Abends. Der Weltrekordhalter aus Kuba (12,87) ben\u00f6tigte einen starken Lauf, um den \u00dcberraschungsweltmeister Jason Richardson (USA\/13,10) in Schach zu halten. Bereits an den WM in Daegu hatte Robles die Ziellinie vor Richardson \u00fcberquert. Doch sein vermeintlich erstes WM-Gold war ihm wegen der Behinderung von Liu Xiang (China) aberkannt worden. Der Saisonschnellste David Oliver (USA\/ 3. 13,16) kam wie schon in Daegu nicht auf Touren.<\/p>\n<p>&quot;Bei der siebten H\u00fcrden kam ich zu nahe ans Hindernis. Sonst w\u00e4re ich unter 13 Sekunden gelaufen&quot;, sagte Robles und f\u00fcgte hinzu: &quot;Ein Sieg in Z\u00fcrich ist immer ein grosses Vergn\u00fcgen und gibt mir nach Daegu eine grosse Zufriedenheit&quot;. Auch Richardson verliess die Arena mit einem guten Gef\u00fchl. &quot;13,10 Sekunden sind sehr gut f\u00fcr mich&quot;, sagte er. Er kam bis auf 2 Hundertstel an seine Bestzeit heran.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die komplette Zusammenfassung zu Weltklasse Z\u00fcrich 2011<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"city":[],"class_list":["post-538","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-zurich"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/zurich.diamondleague.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/538","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/zurich.diamondleague.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/zurich.diamondleague.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zurich.diamondleague.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=538"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/zurich.diamondleague.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/538\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/zurich.diamondleague.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=538"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/zurich.diamondleague.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=538"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/zurich.diamondleague.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=538"},{"taxonomy":"city","embeddable":true,"href":"https:\/\/zurich.diamondleague.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/city?post=538"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}